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Computer im Klassenzimmer

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Computer Schule

"Mama, wir haben jetzt Laptops im Klassenraum und freien Internetzugang für alle. Eine normale Tafel gibt es auch nicht mehr sondern eine digitale und interaktive Projektorwand."

Immer mehr Schulen rüsten medial auf und schaffen PCs für Schüler und Lehrer an. Letztere schreiben längst nicht mehr mit Kreide auf verstaubte Tafeln, sondern präsentieren ihren Schülern ausgearbeitete Vorträge per Power Point, die dann mit einem Beamer auf eine weisse Wand projiziert werden. Die Hausaufgaben erhalten die Schüler per Mail und die Klassen treffen sich in virtuellen Schulnetzwerken.

So sieht Lernen heute aus - wenn die Schulen es sich leisten können oder entsprechend gesponsert werden. Viele Eltern fragen sich aber, ob es richtig ist Klassenzimmer medial derart aufzurüsten. Spielen Smartphones, PCs und soziale Netzwerke nicht in der Freizeit der meisten Kinder und Jugendlichen nicht ohnehin bereits eine viel zu grosse Rolle? Muss die Schule unbedingt nachziehen und diesen Trend aufgreifen, um die Schüler bei Laune zu halten? Oder sollte sie sich nicht auf die wesentlichen Dinge konzentrieren, nämlich einen guten Unterricht?

Mit moderner Technik wird der Unterricht anschaulicher

Klar ist: Computer und schnelle Internetverbindungen in den Klassenräumen allein garantieren noch keine hohe Qualität des Unterrichtes. Trotzdem erklären Befürworter dieser Entwicklung, dass Schüler davon profitieren würden, wenn Sie mithilfe von moderner Technik lernen. Auch die Lehrer können ihren Unterricht didaktisch und methodisch anschaulicher und damit effektiver gestalten. Führen sie ein neues Thema ein, so geht das nun mit vielen verschiedenen Hilfsmitteln wie Fotos, Videos, Grafiken, Tabellen oder Audio-Dateien. Das ist für die Schüler nicht nur motivierender, sondern hilft ihnen auch Lerninhalte besser und schneller zu verstehen. Sie müssen nicht ewig versuchen die Handschrift des Lehrers zu entziffern, wenn der auf schmierigen Tafeln schreibt - womöglich noch so klein, dass die letzte Reihe ein Fernglas bräuchte um die Sätze lesen zu können.

Ein weiteres Argument für den Einsatz moderner Medien im Unterricht ist, dass die Schüler viel mehr mit einbezogen werden können, was Aufbau und Gestaltung des Unterrichts angeht. Das geht mit klassischen Lehrbüchern allein nicht.

Klassischer Unterricht ist nicht grundsätzlich schlecht

Natürlich müssen Schüler über Medienkompetenz verfügen, wenn sie von dem Einsatz digitaler Technik im Klassenraum profitieren sollen. Dabei geht es nicht nur darum zu wissen, wie man Suchmaschinen bedient oder eine Präsentation am PC vorbereitet. Schüler müssen auch den Umgang mit Medien kritisch zu reflektieren lernen.

Wichtig erscheint es ausserdem, "klassische" Methoden des Unterrichts nicht komplett als überholt abzustempeln. Gruppendiskussionen, Partnerarbeit oder die Nutzung von Lehrbüchern haben durchaus nach wie vor ihre Berechtigung und können ja nach Fach und Thema besser geeignet sein um Lehrinhalte zu festigen als ein Präsentation mit Beamer und PC. Wichtig ist, dass Lehrer sich gut vorbereiten, sich an den Bedürfnissen ihrer Lerngruppe orientieren und ihre Schüler ernst nehmen.

Tipp: Kinder sollten wissen, wie Unterricht früher aussah

Kinder können sich heute kaum noch vorstellen, wie ihre Eltern gelernt haben. Es schadet nicht, wenn Du mit Deinem Kind offen über die Vor- und Nachteile des klassischen und des modernen Unterrichts diskutierst.

Bildquelle: lcr3cr / pixabay.com

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