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Internat - Die Vor- und Nachteile

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internat bildung

Harry Potter ist sicherlich einer der bekanntesten Internatsschüler, gefolgt von den Zwillingen Hanni und Nanni aus der gleichnamigen Kinderbuchreihe. Nicht selten sind es Figuren aus Büchern und Filmen die Kinder auf die Idee bringen, dass das Internatsleben viel aufregender sein muss als der normale Schulalltag. Die Vorstellung von heimlichen Treffen um Mitternacht, dem Zusammenhalt untereinander, von einer idyllische Lage des Internates inmitten von Natur oder von attraktiven Freizeitangebote sind es, die Kinder und Jugendliche glauben lässt das Internatsleben sei ein grosser Spass. Doch wie sieht die Realität aus? Fakt ist, dass nach wie vor sehr wenige Kinder in Europa ein Internat besuchen - und das nicht nur, weil die Kosten in der Regel sehr hoch sind. Internate gelten als Schulen für Reiche, für die Oberschicht. Vor allem Eltern, die beruflich viel unterwegs sind oder ein Jet-Set-Leben führen stehen im Verdacht ihre Kinder dorthin abzuschieben, weil sie sich nicht selbst um ihren Nachwuchs kümmern möchten. Das sind natürlich Vorurteile - aber was stimmt denn nun wirklich?

Einige Schulen bieten Stipendien an

Die Kosten für die Unterbringung in einem Internat variieren von Schule zu Schule und sind teilweise auch abhängig vom Alter der Kinder. Die Schüler besuchen am Vor- und Nachmittag den Unterricht. Anschliessend werden sie von pädagogischen Fachkräften betreut und haben die Möglichkeit, an verschiedenen Freizeitangeboten teilzunehmen. Am Wochenende reisen die Schüler nach Hause oder bleiben vor Ort, wenn der Heimweg zublinzeln dauern würde. Viele Internate haben ein spezielles Schulprofil, legen zum Beispiel Wert auf musisch-künstlerische Förderung oder widmen sich der Betreuung junger Sporttalente. Wenn Dein Kind also entsprechende Interessen hat kann es durchaus eine Überlegung wert sein es auf ein Internat zu schicken - vorausgesetzt es äussert diesen Wunsch auch selbst. Manchmal müssen die Kinder eine Aufnahmeprüfung bestehen, was durchaus auch Stress bedeuten kann. Was die Finanzierung des Internatbesuches angeht, so bieten einige Schulen auch Stipendien an.

Ist Dein Kind reif genug um seinen Alltag relativ selbstständig zu meistern?

Bevor Du Dein Kind auf ein Internat schickst, solltest Du Deine Entscheidung gut bedenken und vor allem auch mit Deinem Kind darüber reden. Nicht jedes Kind ist von der Vorstellung begeistert wochenlang von Eltern und Geschwistern getrennt zu sein. Es erfordert Mut, Selbstständigkeit und eine gefestigte Persönlichkeitsstruktur sein Leben in jungen Jahren relativ eigenständig zu leben. Natürlich gibt es Betreuer, die als Ansprechpartner für die Kinder dienen. Auch das Verhältnis zu den Lehrern ist häufig inniger und vertrauter als an Regelschulen. Trotzdem ist es etwas anderes, wenn ein Kind jeden Mittag von Mama ein warmes Essen serviert und aufmunternde Worte zu hören bekommt oder mit vielen anderen Kindern im Speiseraum dreimal am Tag seine Mahlzeiten einnimmt. Wichtig ist, dass Du verschiedene Schulen vergleichst und Dich mit Deinem Kind auch vor Ort dort umschaust. So kannst Du Dir ein besseres Bild machen.

Tipp: Probezeiten nutzen

Manche Schulen bieten Probezeiten an. Währenddessen können Kinder und Eltern entscheiden, ob der Besuch des Internates wirklich die richtige Entscheidung ist.

Bildquelle: erge / pixabay.com

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