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Was ist guter Unterricht?

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Schule lernen

"Mama, ich finde Geschichte so langweilig. Wir müssen ständig irgendwelche Daten auswendig lernen und der Lehrer hält Vorträge, während wir fast einschlafen."
Ähnliche Erfahrungen hast Du wahrscheinlich auch in Deiner eigenen Schulzeit gemacht. Viel zu wenige Lehrer verstanden es, ihre Schüler zu fesseln und zu motivieren, das Lernen machte keinen Spass und der Unterricht war nicht selten geprägt von Druck und Angst. Aber ist das heute wirklich immer noch so? Langsam dürfte es doch allgemein bekannt sein, dass Lehrer nicht nur Fachwissen vermitteln sollten, sondern auch methodisch und didaktisch geschult sein müssen, damit ihre Schüler Lernerfolge verbuchen können. Aber was macht einen guten Unterricht eigentlich aus?

Menschen lernen besser, wenn sie selbst wirklich lernen wollen

Das Gehirn ist wie ein Trichter und je mehr Wissen hinein gefüllt wird, desto mehr kann sich auch festigen.
Diese Annahme ist längst überholt. Bildung kann nicht "vermittelt" und schon gar nicht mit Druck und Gewalt in die Köpfe der Schüler gepflanzt werden. Heute weiss man: Lernprozesse funktionieren nur dann gut, wenn die Lernenden aktiv mit einbezogen werden was und wie sie lernen. Das setzt ein ganz anderes Menschenbild voraus, als es noch vor wenigen Jahrzehnten vorhersehend war und stellt vor allem Rollenvorstellungen von Lehrern und Schülern auf den Kopf. Ein Lernender, egal ob Kind oder Erwachsener, ist kein unvollkommenes Wesen, dass nur durch Wissensvermittlung wertvoll für die Gesellschaft wird. Bildung ist Selbstbildung.

Das bedeutet, der Wunsch etwas zu lernen muss aus dem Menschen selbst heraus entstehen. Der Lehrer hat dafür zu sorgen, dass sie Lernumgebung so gestaltet ist, dass selbstmotiviertes und selbstgesteuerte Lernen möglich ist. Er fungiert als "Lerncoach" und Ansprechpartner für seine Schüler. Zudem sollte er mehr auf individuelle Lernvoraussetzungen, Lernstrategien und Lernerfolge eingehen. Das ist allerdings kaum möglich, wenn in Schulklassen mehr als 25 Kinder und Jugendliche sitzen - eine individuelle Förderung kann unter solchen Bedingungen nicht stattfinden.

Lehr- und Lehrmethoden sollten abwechslungsreich und situationsorientiert sein

Neben einer motivierenden Lernumgebung hängt der Lernerfolg auch von den Methoden ab, die dazu beitragen, dass die Lerninhalte verinnerlicht werden. Denn eines ist ganz klar: Geschichtliche Daten und mathematische Gleichungen sind nicht dazu geeignet, Kinder und Jugendliche zu fesseln. Daher geht es darum, den Lehrstoff möglichst anschaulich zu vermitteln und unterschiedliche Medien zu nutzen. Neben dem Schulbuch können das auch Filme, Fotos oder das Internet für die Recherche sein. Um das eigenverantwortliche Lernen der Schüler zu fördern, setzen moderne Pädagogen auf unterschiedliche Sozialformen und Methoden wie Gruppenarbeit, Präsentationen, Diskussionsrunden, Stationen lernen usw. Wichtig ist, dass es nicht um das reine Reproduzieren von Wissen geht, sondern darum, dass das Gelernte auch verinnerlicht wird und in einem anderen Kontext angewendet werden kann.

Tipp: Auch zu Hause individuelle Lernstrategien einüben

Wenn Dein Kind Probleme beim Lernen hat, gilt es genau zu analysieren ob dies an mangelnder Motivation oder einfach daran liegt, dass es nicht weiss wie es beim Lernen vorgehen soll. Abhilfe können Strategien wie zum Beispiel das Mind-Mapping oder das Brainstorming schaffen.

Bildquelle: condesign / pixabay.com

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