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Ärger mit dem Lehrer - was tun?

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Probleme mit Lehrer

"Mama, mein Mathelehrer hat mir schon wieder eine schlechte Note gegeben - das ist total unfair, das macht der nur, weil der mich nicht leiden kann!"
Es gibt kaum einen Schüler, bei dem es nicht im Laufe seiner langen Schulzeit zu Konflikten mit Lehrern kommt. Viele fühlen sich ungerecht benotet, manche regelrecht schikaniert. Für Dich als Mutter ist diese Situation nie leicht. Natürlich möchtest Du Dein Kind schützen und auf keinen Fall zulassen, dass es der Willkür eines Menschen ausgeliefert ist, dem es womöglich nicht mal etwas ausmacht, wenn Dein Kind die Klasse wiederholen oder sogar die Schule wechseln muss. Andererseits: Wenn Du an Deine eigene Schulzeit denkst, so musst Du Dir vielleicht eingestehen, dass manche Kritik der Lehrer an Deinem Verhalten gerechtfertigt war. Wer den Unterricht stört, seine Hausaufgaben nicht macht oder Zettelchen mit der besten Freundin schreibt ist neunmal nicht besonders beliebt bei Pädagogen. Wie also solltest Du reagieren, wenn Dein Kind Probleme mit einem Lehrer hat?

Geht es um die schulische Leistung oder um Antipathie zwischen Lehrer und Schüler?

Zunächst gilt es die Situation genau zu analysieren: Hat der jeweilige Lehrer ein persönliches Problem mit Deinem Kind oder geht es um seine Leistung? Fakt ist: Wenn Schüler in einer Prüfung die Aufgaben nicht lösen können, so kann der Lehrer die schlechte Leistung nicht mit einer guten Note belohnen, selbst wenn er das wollte. Das wäre schliesslich auch ungerecht den Mitschülern gegenüber. Anders sieht es aus, wenn mehrere Schüler plötzlich schlechte Noten mit nach Hause bringen, obwohl sie vorher konstant gute Leistungen erbracht haben. Ob das so ist, erfährst Du im Austausch mit anderen Eltern oder Du wendest Dich sofort an die Elternvertretung der Klasse. Gemeinsam könnt ihr überlegen, welche Schritte nun unternommen werden sollen. Häufig ist es für alle Beteiligten von Vorteil, den betreffenden Lehrer und eventuell den Klassenlehrer um ein Gespräch zu bitten. Bleibe dabei aber sachlich und diplomatisch: Einem Lehrer direkt zu unterstellen, er besässe keine Fachkompetenz oder könne mit Kindern einfach nicht umgehen wirkt nicht gerade deeskalierend.

Seelische Grausamkeiten dürfen nicht geduldet werden

Entwickelt Dein Kind Schulangst oder andere psychische Probleme, weil es sich von einem Lehrer schikaniert fühlt, liegt der Fall etwas anders. Dann solltest Du nicht zögern den betreffenden Lehrer mit diesen Vorwürfen zu konfrontieren. Allerdings solltest Du nicht alleine und auf keinen Fall unvorbereitet in dieses Gespräch gehen. Lasse Dich zunächst von einer Schulpsychologin beraten. Gibt es keine, helfen auch Kinder- und Jugendpsychologen oder gemeinnützige Beratungsstellen für Eltern weiter. Kommt es seitens des betreffenden Lehrers zu keiner Einsicht, so sollte auf jeden Fall die Schulleitung informiert werden. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass diese sich des Falles annimmt und mit dem Lehrer spricht. Wenn sich nichts tut, so hilft im Ernstfall nur ein Klassen- oder Schulwechsel, denn: Ein Ende mit Schrecken ist bekanntlich besser als ein Schrecken ohne Ende.

Tipp: Such Dir gemeinsam mit Deinem Kind professionelle Hilfe

Wer ständig blossgestellt und schikaniert wird, leidet psychisch enorm. Um das Erlebte zu verarbeiten und das eigene Selbstwertgefühl wieder zu stärken, sollten betroffene Kinder psychologische Unterstützung erhalten.

Bildquelle: bairli1 / pixabay.com

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